Vornamen hebräischer (jüdische), römischer und griechischer Herkunft werden derzeit wieder immer beliebter bei den Eltern. Die Modenamen der 1990er Jahre interessieren keinen mehr, so dass derzeit nur sehr wenige Kinder "Kevin" oder "Jennifer" genannt werden.
Wie eine Studie der TU Chemnitz nun ans Licht brachte, assozieren wir mit dem Namen einer Person nicht nur deren vermutliches Alter, sondern schließen auch auf deren Attraktivität und Intelligenz. Für Kinder, die einem dem momentanen Zeitgeist bzw. Namensgeschmack Namen bekommen, könnten später unter der Schnelllebigkeit dieses Geschmacks leiden, wenn Sie wegen Ihres eigentümlichen Namens gehänselt werden. Akademiker sind übrigens oftmals die Vorreiter bei der Einführung neuer Namensvorlieben. Taucht ein Name innerhalb dieser Gruppe öfters auf, ist damit zu rechnen, dass er später auch in der breiten Bevölkerung häufig zur Wahl wird. Weitere Initialzündungen liefern die bekannten Stars und Sternchen aus Funk, Film und Fernsehen. In Österreich war über mehrere Jahre der Senkrechtstarter der Mädchenname "Leonie". Zu Beginn unbekannt, avancierte er im Jahr 2005 zum Spitzenreiter. Nachdem im Jahr 2001 der Film "die wundersame Welt der Amelie" in die Kinos gekommen war, wurde der bis dato in Österreich völlig unbekannte Name in der Folge fast 150 vergeben.
Klassische deutsche Namen, wie auch Horst, Uta, Hermann oder Adolf, werden -- oftmals unbegründeter Weise -- von den Eltern weiterhin geschmäht. Namen, die während der Zeit des zweiten Weltkriegs sehr beliebt waren, finden heute kaum noch Abnehmer. 1938 erhielt fast die Hälfte aller Neugeborenen nordische oder germanische Vornamen. Mit Ende des Kriegs brach dieses Interesse jedoch sehr schnell in sich zusammen.